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Interview Stadtkinder

Hinter der Idee sollte zuerst die Leidenschaft stehen» Gespräch mit den Gründern von 2mol Leuchten

Georg Lanter und Andi Wüthrich haben sich ihren Traum erfüllt. Mit ihrer innovativen Idee haben sie 2mol, ein kreatives Leuchten-Konzept, kreiert. Diese Leuchtenserie entstand in St.Gallen während einem zweijährigen Entstehungsprozess. Ihr Antrieb ist der „do it yourself“ Gedanke und die Freude am kreativen Entstehungsprozess nachhaltiger ReDesign-Produkte. Das Besondere: Die Leuchten werden mit Recycling-Materialien sozial produziert.

Wir haben uns mit den beiden Gründern über ihr Projekt unterhalten.  www.stadt-kinder.ch

Stadtkinder: Georg und Andi, ihr seid die Erfinder der 2mol Leuchten. Was macht eure Leuchten so besonders?

2mol: Leuchten mit Charakter! Wir sind der festen Überzeugung, dass sich die Leute immer mehr Gedanken machen welche Botschaft das gekaufte Produkt in sich birgt. Die gut gebildete, kritische Kundschaft schaut auch hinter die Kulisse des Produkts.

Trotzdem muss ein Design Produkt erstmals optisch überzeugen. Diese Bedürfnisse deckt unsere Leuchtenfamilie ab: ein originelles, neuartiges Design aus verschiedenen Recycling Materialien, eine soziale Herstellung der Produkte, eine einzigartige Lichtwirkung und die Gewissheit, mit dem Kauf ein handgemachtes Einzelstück erworben zu haben, wobei Farbe und Muster des Leuchtenschirms selbst gewählt werden können. Man erwirbt eine einzigartige Leuchte mit Charakter, mit Geschichte und handgefertigt von Leuten, die man sogar in der sozialen Werkstatt besuchen kann.

Wie entstand die Idee zu diesem einzigartigen Produkt? Vom ersten Versuch die Ästhetik der Kapseln gestalterisch zu nutzen bis zu unserer heutigen Recycling Leuchten Familie sind in der Zwischenzeit etwas mehr als 3 Jahre vergangen. Unser Produkt ist nicht von heute auf morgen entstanden. Vielmehr mehr war es ein kreativer Prozess von Versuch und Irrtum, wobei wir von unserer Leidenschaft getragen wurden: Ein eigenes, cleveres und neuartiges Produkt zu entwerfen. Rückblickend war sicher auch unsere naive Herangehensweise nützlich, da wir als Buchhalter und Primarlehrer auf keine gestalterische Ausbildung zurückgreifen konnten. Schlussendlich ist es sicher auch ein Teamwork Ergebnis von zwei sich ergänzenden Personen die einerseits sehr verschieden sind, aber auch sehr gut zusammenarbeiten können.

Als Buchhalter und Primarlehrer habt ihr euch ja so gesehen beruflich umorientiert. Wie war diese Umstellung für euch?

Wir arbeiten beide noch zu 100% in unseren Berufen, sind also finanziell nicht von unseren Leuchten abhängig. Deshalb gehen wir mit einer gesunden Portion Lockerheit an die Sache und treiben unser Projekt ohne Zwang und Fremdeinflüsse und mit viel Bodenhaftung voran. Wir geniessen jeden Moment der Weiterentwicklung unseres „self-made Designs“ und freuen uns über jedes verkaufte Stück und über jedes positive Feedback.

Was war die grösste Herausforderung bei der Verwirklichung von 2mol?

Mit Sicherheit die Familie, den Beruf und unsere Motivation für die Weiterentwicklung von 2mol unter einen Hut zu bringen. Wie immer bewältigt man diese Herausforderungen nie alleine sondern ist auf die Hilfe von diversen Leuten angewiesen, welche an eine Idee glauben und uns immer wieder ihren Abfall zu Verfügung stellen.☺

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Welche weiteren Materialien könntet ihr euch noch vorstellen wiederzuverwerten?

Diese haben wir eigentlich schon alle integriert. Schlussendlich sind es immer Materialien die plötzlich aus dem Unbewussten in unser Bewusstsein geraten. Wir betreiben keine strategische Suche nach Verwertbarem.

Was würdet ihr noch weiteres, ausser Leuchten, noch entwerfen wollen?

Reizen würden uns vielleicht schicke ReDesign-Möbel. Wir lancieren aber erst etwas Neues wenn das Aktuelle fertig ausgeklügelt ist. Und wir wollen von einem neuen Produkt auch selbst zuerst 100% überzogen sein.

Ihr habt verschiedene Designs entworfen, welches ist euer persönliches Lieblingsstück?

Der Kronleuchter mit dem ausgemusterten Velofelgen wirkt gerade in grösseren Räumen super. Da die Leuchte aufgehängt wird wirkt sie sehr leicht. Sie verkörpert für uns ein edles, leicht „Retro“ angehauchtes Design, welches durch das Arrangement der verschiedenen Metalle sehr überzeugend und einheitlich daherkommt.

Was wäre euer Rat an Menschen, die eine Idee verwirklichen wollen?

Wenn hinter der Idee zuerst die Leidenschaft kommt und dann allfällige andere Absichten steht sie schon mal auf guten Beinen. Schlussendlich sieht niemand genau, welche enorme Zeit in deiner Idee steckt. Das muss dem „Ideenumsetzer“ auch egal sein, denn er setzt seine Idee primär aus Leidenschaft und nicht aus Geltungsdrang oder ausschliesslich aus finanziellen Absichten um.

www.stadt-kinder.ch

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